Category Archives: Gelassenheit

Deine kleine Auszeit

Deine kleine Auszeit

Nach meinen Kursen im Leipziger Land genieße ich immer wieder die Fahrten nach Hause. So wähle ich auch meist die langsamere aber auch die schöner Strecke aus. Und immer wieder werde ich durch die Schönheit der Natur belohnt.

Genieße doch auch die Landschaft nach/vor deinem Termin. Plane dir ausreichend Zeit ein, um nicht über Land zu „heizen“. Vielleicht findest du auch am Waldrand einen guten Platz an dem du anhalten kannst und dir deine kleine Auszeit verschaffen kannst. Genieße die Ruhe, den Moment, sauge die Natur ein und so kommst du auch erholt an deinem Ziel an.

Auszeit

 

 

❝ Das ist eines der Geheimnisse des Lebens

❝ Das ist eines der Geheimnisse des Lebens

Das ist eines der Geheimnisse des Lebens: Die Seele mit den Mitteln der Sinne und die Sinne mit den Mitteln der Seele zu heilen.

That is one of the great secrets of life – to cure the soul by means of the senses, and the senses by means of the soul.

Oscar Wilde

Der Baum - das Leben

Warum Achtsamkeit üben?

Warum Achtsamkeit üben?

In der heutigen Zeit laufen viele Ereignisse schnell ab, meist zu schnell. Wir werden mit Informationen gefüllt, meist überfüllt. Und so fühlen wir uns am Abend eines Alltags – abgehetzt.

Unser Körper macht das alles noch mit. Er ist noch kräftig und energiegeladen. Und oft sagen wir ja auch, dass uns es Freude macht geschäftig zu sein.

Aber was ist mit unserer Seele. Wir wissen, dass die Seele langsamer ist und Zeit braucht. Spürbar ist dies tatsächlich auf Reisen, vor allem langen Flugreisen.

Es gibt auch die Geschichten der Indianer, die man immer mal wieder hört, wobei ich nicht genau weiß, woher sie  genau kommt, wer sie erzählt hat:

Eine Indianerfamilie war auf Reisen. Sie reiste mit der Bahn. Sie hatten sich mit einem anderen Reisenden über Gott und Welt und ihre Reiseziele unterhalten. Als sie ausstiegen, setzten sie sich an den Rand breiteten sich aus. Als der Reisende an ihnen vorbei kam wunderte er sich, da er wusste dass sie noch einen sehr weiten Weg vor sich hatten, warum sie nicht weiter reisten. Er ging zu ihnen und fragte sie, ob irgendetwas sei und ob er helfen könnte, warum sie nicht weiter reisten. Ein Indianer antwortete ihm: sie warten noch auf ihre Seele.

Diese kleine und wertvolle Geschichte finde ich bezeichnend für das Thema Achtsamkeit und Gelassenheit. Hier können wir sehr viel lernen.

Wieder Achtsamkeit in unseren Alltag zu bringen, kann uns helfen, bewusster mit uns, unserem Alltag und unserer Umwelt umzugehen. Auch viel bewusster, achtsamer, konzentrierter in der Situation zu sein, in der wir uns gerade befinden.

Meist ist es so, dass wir mit unseren Gedanken nicht in der Situation sind, in der wir uns gerade befinden. Wir sitzen bei der Arbeit und denken an den Nachmittag/Abend mit unseren Lieben. Wir sitzen mit unseren Lieben und denken an die Arbeit.

Gesund ist es für unseren Körper, unseren Geist und vor allem unsere Seele, präsent in der Situation zu sein, in der wir uns gerade befinden. Im Hier und im Jetzt. Ganz und gar in der Gegenwart und im Moment.

Da uns dies aber oftmals sehr schwer fällt, können wir dies wieder erlernen indem wir Achtsamkeit üben und unsere Konzentration wieder schulen.

Auch wenn dies jetzt sehr seltsam klingt, aber ich selbst habe immer wieder sehr viel Freude bei den Übungen. Mir fällt auf, wie und in welchen Situationen der Geist abwandert. Oder auch wie man sich selbst austrickst.

Es ist durchaus spannend die Eigenheiten zu erforschen und die Motivation zum Üben von Achtsamkeit wird stetig größer.

Der Gewinn ist ein konzentrierter Geist, ein intensiveres Erleben von Momenten, eine Steigerung der Wahrnehmung, auch ein angenehmes Körpergefühl stellt sich ein und ein gesunder Körper und eine zufriedene Seele.

❝ Das Leben – ein Weg

❝ Das Leben – ein Weg

Ich gehe die Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren…
Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Verantwortung.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann es nicht glauben,
schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Verantwortung.
Immer noch dauert es sehr lange herauszukommen.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein.., aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Es ist meine eigene Verantwortung.
Ich komme sofort heraus.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.
Ich gehe eine andere Straße.

Sogyal Rinpoche (1994)
Tibetisches Buch vom Leben und Sterben